Archive for März, 2010
24
Mrz

Dass man nicht abschreiben darf, lernt man schon in der Schule. Logisch, wie sollen Lehrer Schüler bewerten, die keine eigenen Gedanken zu Papier bringen, sondern einfach die ihrer Nachbarn einfach abkupfern? Millionen von Schülern werden wahrscheinlich weinen, wenn sie lesen, dass man fürs Abschreiben nicht bestraft wird, im Gegenteil, man landet auch noch auf dem zweiten Platz einer Bestsellerliste.

Die diesjährige Leipziger Buchmesse hatte ihren Skandal. Eine erst 17 Jahre alte Autorin stellt sich hin und präsentiert ihr erstes Buch. Die Kritiker sind begeistert und loben die junge Dame in den Himmel. Das Buch wird ein Bestseller, bis plötzlich jemand auftaucht und behauptet die Texte seien von ihm und mit Nichten auf dem Mist der jungen Dame gewachsen. Solche sogenannten Plagiatsvorwürfe gibt es immer mal wieder und nicht immer sind sie gerechtfertigt, in diesem Fall aber stimmen sie. Die junge Autorin hat gleich seitenweise aus den Blogbeiträgen eines anderen Autors abgeschrieben und sich auch noch in einem Film bedient um die Seiten ihres Erstlingswerks zu füllen.

Jetzt stellen sich natürlich einige Fragen. Zum Beispiel die, warum die Autorin abgeschrieben hat? Ist ihr selbst nichts eingefallen oder war sie einfach zu faul sich selbst eine Geschichte auszudenken? Vielleicht war ihr bisheriges 17-Jähriges Leben auch zu langweilig und sie hätte das, was in ihrem Buch beschrieben hat, wirklich gerne selbst erlebt.

Wie dem auch sei, Karl May war schließlich auch nie in den USA und hat doch fesselnd darüber geschrieben. Aber vielleicht wäre seine Karriere auch anders verlaufen, wenn er Google gehabt hätte.

24
Mrz

Was wurden doch Diskussionen geführt über die mageren Models auf den Laufstegen dieser Welt! Keiner außer vielleicht Karl Lagerfeld, wollte die abgemagerten Frauen mehr sehen und bald konnte jeder mit den medizinischen Begriffen Bulimie und Anorexie etwas anfangen. Die Designer dachten um und plötzlich waren auch Frauen mit 1,80 m Körpergröße auf dem Laufsteg und auch in den bekannten Modemagazinen zu sehen, die einfach ein paar Kilos mehr wogen. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dieser Schuss irgendwie nach hinten losgegangen ist, denn so toll sind Frauen mit Pölsterchen anscheinend auch wieder nicht.

Besonders einige Hersteller von kosmetischen Produkten wie Körpermilch und Bodylotion haben es sich auf die Fahnen geschrieben, auch Frauen mit Problemzonen in die Werbung zu bringen. Sie wollten allen Frauen Mut machen und sagen: Seht her, auch wer mehr als 45 kg wiegt, der kann noch attraktiv sein. Leider sehen Frauen das etwas anders. Sie wollen gar keine dicken Frauen in der Werbung sehen, denn füllig sind sie ja schließlich selbst. Besser ist das Bild der schlanken Frau, denn dies stärkt das Selbstbewusstsein mehr als der Anblick einer Leidensgenossin.

Es gibt nur sehr wenige Produkte, die sich verkaufen lassen, wenn die Models etwas dicker sind. Dazu gehören unter anderem Fitnessgeräte und Diätprodukte. Straffende Körpermilch und Unterwäsche in XXL gehören leider nicht dazu.

Frauen kaufen zwar Dessous in Übergrößen, sie wollen aber nicht so genau wissen, wie sie darin aussehen, erst recht nicht auf übergroßen Plakatwänden.

24
Mrz

Ikea ist ein fester Bestandteil im Leben vieler Menschen, wenn es um Möbel, Wohnaccessoires und Fleischbällchen mit Marmelade und Pommes Frites geht. Jetzt will der Möbelriese aus Schweden auch die Menschen ansprechen, die noch nie in ihrem Leben einen Schrank zusammen geschraubt haben. Ikea will in Deutschland Fertighäuser verkaufen. Und möglichst viele, wenn es geht. Der Anfang ist bereits gemacht, denn in Hessen und Rheinland-Pfalz können schon die ersten Häuser Marke Bullerbü besichtigt werden.

Alle die den Ikea Möbelhäusern bisher ferngeblieben sind, weil sie einfach Angst vor den mühsamen Heimwerker Tätigkeiten hatten, können beruhigt sein, die Fertighäuser muss keiner mit Hilfe eines mitgelieferten Imbusschlüssels selbst zusammen basteln, denn sie werden schlüsselfertig geliefert. Je nach Größe des Hauses liegen die Preise zwischen 180.000,- und 230.000,- Euro und das mit Garten, aber ohne Keller. Die Badezimmer haben leider kein Fenster, aber dafür gibt es im Obergeschoss drei Schlafzimmer und einen begehbaren Kleiderschrank. Alle Maße des Hauses sind so ausgelegt, dass immer irgendein Teil aus der Ikea Möbelkollektion darin Platz findet. So passt zum Beispiel die beliebte Regalwand „Billi“ perfekt an eine Seite der Trennwand im Wohnzimmer.

Was die Ikea Häuser auszeichnet, ist das gute Energiebewusstsein der Schweden, denn alle Häuser sind besser gedämmt, als es die Vorschrift verlangt. Ein bisschen schlicht sind die Fertighäuser aus dem hohen Norden vielleicht, aber in anderen skandinavischen Ländern und auch in Großbritannien haben die Häuser bereits einen großen Anklang gefunden.
Da auch der Preis stimmt, bleibt abzuwarten, wie sich die Häuser auf dem deutschen Markt verkaufen werden.

23
Mrz

Alle die Pelze und damit tote Tiere tragen, sind schlimme Menschen – das sagen die Pelzgegner. Alle die keine Pelze tragen sind dumm, denn sie müssen im Winter frieren – das sagen zum Beispiel die Russen, für die das Tragen von Pelzen etwas ganz normales ist. Im russischen Winter würde sich niemand darüber aufregen, wenn eine Frau einen schönen Fuchspelz auf der Straße trägt. Im restlichen Europa haben manche Frauen Angst, ihren Pelz überhaupt in der Öffentlichkeit zu tragen, denn es kann passieren, dass das teure Teil mit Farbbeuteln beworfen wird.

Pelz ja oder nein, das ist die Frage, die sich viele Menschen schon seit Jahren stellen. Auf der einen Seite möchte man es gerne warm haben und auf der anderen Seite nicht als Tierquäler dastehen. Selbst Menschen, die ausschließlich Pelzmäntel- und Jacken von Tieren tragen, die dafür extra gezüchtet wurden, kommen bei Tierschützern und Pelzgegnern nicht gut weg. Jetzt scheint es allerdings so eine Marktlücke zu geben, die vielleicht sogar allen Seiten gerecht wird. Es geht dabei, wenn man es so will um Reste. Wenn es während einer Jagdsaison einen Überschuss an Tieren gibt, dann werden die Überbleibsel den Kürschnern zur Weiterverarbeitung angeboten. Diese Möglichkeit bietet einen Kompromiss an und beruhigt vielleicht etwas das schlechte Gewissen. Allerdings stellt sich dabei die Frage, ob es diese Praxis auch in anderen Ländern außer in Deutschland gibt. Eigentlich ist es schlecht vorstellbar, dass so viele Füchse und Wölfe gejagt werden, dass auch noch welche übrig bleiben die dann verarbeitet werden können.

17
Mrz

Drei, Zwei, Eins….Meins! Wer kennt die Werbung nicht? Alles was das Leben praktischer, schöner oder interessanter macht, kann man bei Ebay ersteigern. Nur von Bahntickets sollte man besser die Finger lassen, denn mit den bei Ebay versteigerten Tickets der Deutschen Bahn kann man sich vielleicht die Wände tapezieren, verreisen kann man damit aber leider nicht. Aber der Reihe nach.

Im Dezember 2009 verkaufte der Lebensmitteldiscounter Lidl Bahntickets zu Schleuderpreisen. 66,- Euro kostete ein Ticket, mit dem man kreuz und quer durch die Republik fahren konnte. Der Ansturm war riesig und 750.000 Tickets gingen innerhalb kürzester Zeit über die Theke. Dann musste Lidl feststellen, dass einige der Tickets bei eBay angeboten wurden und dort zu wesentlich höheren Preisen versteigert wurden. Der Discounter reagierte prompt und bei der nächsten Aktion im Februar dieses Jahres wurden streng limitiert nur noch fünf Tickets pro Person verkauft.

Aber auch diesmal wurden die Tickets in riesigen Mengen bei Ebay von nur zwei Personen angeboten. In diesem Moment hätten bei Ebay die Alarmglocken angehen sollen. Aber was geschah? Nichts! Erst als sich die ersten Kunden beschwerten, dass sie Tickets zwischen 60,- und 80,- Euro ersteigert und bezahlt hätten und die Tickets auf sich warten ließen, sah sich eBay gezwungen zu handeln. Die ersten geprellten Kunden bekamen noch die Standardantwort, die man immer bekommt, wenn im Internetauktionshaus was schiefgeht: Man werde sich darum kümmern. Aber damit ließen sich die Betrogenen nicht abspeisen und gingen zur Polizei. Jetzt hat Ebay zumindest die Profile rausgenommen. Wenigstens etwas!