Archive for April, 2010
30
Apr

Das fast die Hälfte aller Amerikaner zu dick ist, ist eine bekannte Tatsache. Das amerikanische Gesundheitssystem was bald in Kraft treten soll, wird eine Menge zu tun kriegen, denn nicht wenige Amerikaner sind krankhaft fettleibig. Das Schlimme daran ist, dass es auch immer mehr Kinder trifft. Um dem ungesunden Essen einen Riegel vorzuschieben, hat man in Kalifornien ein Gesetz durchgesetzt, was allen McDonalds Filialen im County Santa Clara den Verkauf der bei uns bekannten Junior Tüte untersagt.

Zu fett, zu viele Kalorien und viel zu salzig – das sind die beliebten Happy Meals für Kinder aus dem Hause McDonalds. Das ist mit einer der Gründe, warum fast ein Viertel der Kinder in der Region um Silicon Valley zu dick sind. Vielfach sind die Kinder aber nicht nur einfach ein bisschen zu moppelig, sondern haben bereits eine ausgeprägte Fettsucht. Es kann nicht sein, so der Sprecher des Countys Santa Clara, dass Kinder neben einem ungesunden Essen auch noch quasi als Belohnung ein Spielzeug bekommen, was ja bekanntlich in jeder der Junior Tüten zu finden ist.

Da stellt man sich allerdings auch die Frage, ob jetzt auch aus den Regalen der amerikanischen Supermärkte die fetten, salzigen und kalorienreichen Sachen verschwinden oder ob die Eltern bestraft werden, wenn sie ihre Sprösslinge weiter bei McDonalds essen lassen? Und sollten nicht die Eltern Vorbilder für ihre Kinder sein? Wenn sie bei weiter bei McDonalds essen und es dort keine Happy Meals mehr gibt, dann essen Kinder eben alles, was die Eltern auch essen.

30
Apr

Besonders wenn eine Wahl vor der Tür steht, geben sich alle Politiker gerne mal volksnah. Sie schütteln Hände und beantworten Fragen und hoffen damit Wählerstimmen zu gewinnen. Was allerdings passieren kann, wenn die Mitarbeiter der Politiker dem Volk nicht die richtigen Fragen in den Mund legen, musste jetzt der englische Premier Gordon Brown schmerzhaft erfahren.

Anfang Mai wird in England ein neues Parlament gewählt und der amtierende Premierminister Brown möchte gerne im Amt bleiben. Als er aber jetzt in einer englischen Kleinstadt unters Volk ging, schoss er sich selbst ins Abseits. Normalerweise werden die Fragen der Leute vorher mit dem Büro abgestimmt, damit es nicht am Ende zu Fragen kommt die der Premier nicht beantworten kann. Das hatte man beim Auftritt von Gordon Brown wohl versäumt, denn eine ältere Frau stellte ihm eine Frage auf, die er nicht vorbereitet war. Wieder im Auto regte sich der für seine Wutausbrüche bekannte Brown auf und beschimpfte die Frau als eine bigotte Querulantin. Sein Pech war allerdings, dass sein Mirko noch an war und die Dame seine Worte im Übertragungswagen hören konnte. Der Skandal war perfekt. Brown entschuldigte sich mit den Worten: Er habe die Frage nicht richtig verstanden, aber das reißt es jetzt auch nicht raus.

Anders sein amerikanischer Amtskollege Barack Obama. Der geht auch ohne Wahlkampf unters Volk und sei es nur in eine Imbissbude um Cheeseburger mit Fritten zum Mitnehmen zu bestellen und ein bisschen mit den Gästen zu quatschen.

25
Apr

Ein guter Apotheker ist ein halber Arzt, sagt der Volksmund, aber wenn es nach den neusten Berichten der Stiftung Warentest geht, dann sind sehr viele Apotheken einfach nur mangelhaft.
Mangelhaft – diese Note wurden von den Testern bei der Stiftung Warentest am häufigsten vergeben. Besonders was die Beratung angeht, haben die meisten Apotheken vor Ort ganz besonders schlecht abgeschnitten. Es wurde zum Beispiel nicht über die unter Umständen wichtigen Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten aufgeklärt. Der Kunde wurde auch nicht gefragt, ob er andere Medikamente einnimmt. Bei einer Arznei für Kinder haben es die meisten Apotheker nicht für nötig gehalten, Vater oder Mutter darüber aufzuklären, wie das Mittel kindgerecht eingenommen werden muss.

Was aber besonders schlimm in den Augen der Tester war, ist die Tatsache, dass in den wenigsten Apotheken so etwas wie Diskretion gepflegt wird. Einer der Tester hatte nach einem Potenzmittel gefragt und die Apothekerin hatte nichts Besseres zu tun, als ihrerseits sehr lautstark eine Kollegin danach zu fragen. Und andere Kunden standen dabei, wohlgemerkt.

Die Stiftung Warentest hat für ihre neuste Ausgabe sowohl die kleinen Apotheken in den Vorstädten als auch diverse Internetapotheken unter die Lupe genommen. Im Vergleich schnitten die Onlineapotheken schlechter ab. Auch was die Preise angeht, sind die Apotheken im Netz nicht gerade kundenfreundlich und bei einigen Präparaten um ein Vielfaches teurer als die Kollegen in den Innenstädten. Die Stiftung Warentest rät allen die in einer Apotheke nicht ausreichend informiert werden, ruhig nachzufragen und dem Apotheker auf die Nerven zu gehen. Wenn das aber nicht hilft, dann einfach die Apotheke wechseln.

24
Apr

Fast jeder Autofahrer ist schon einmal unfreiwillig fotografiert worden und zwar immer dann, wenn er gerade ein paar Stundenkilometer zu schnell unterwegs war. Entweder wurde das meist nicht sehr schmeichelhafte Foto von einem sogenannten Starenkasten, also einer fest installierten Radarstation oder von der Polizei mittels Laserpistole geschossen. Blöd ist beides, denn es kostet zum einen Geld und bringt zum anderen sogar unter Umständen noch Punkte in Flensburg. In Deutschland kann man den Feind wenigstens noch sehen, die Briten haben diesen Vorteil nicht mehr, denn sie werden jetzt aus dem All geblitzt.

Das britische Innenministerium hat eine neue Form des Abkassierens der Autofahrer für sich entdeckt und das nennt sich „Speed Spike“. Dabei handelt es sich um ein Überwachungssystem, was mit einem Satelliten im Orbit unterwegs ist. Dieser Satellit ist eigentlich nur dazu gedacht, die Straßen an Schulen zu überwachen und für weniger Staus auf englischen Autobahnen zu sorgen. Sagt zumindest das Ministerium. Aber in zwei Orten ist es jetzt auch dafür zuständig das Raser zur Kasse gebeten werden. „Speed Spike“ kann nicht nur eine einzige Straße im Auge behalten, sondern ganze Straßenzüge und das auch aus einer sehr großen Entfernung, bei völliger Dunkelheit und sogar bei Schneesturm und sintflutartigem Regen funktioniert der Starenkasten in der Umlaufbahn immer noch.

Wer in Großbritannien jetzt den Fehler macht und den Fuß zu lange auf dem Gaspedal lässt, der muss damit rechnen, dass er eine Anzeige wegen zu schnellen Fahrens bekommt. Nur wo er geblitzt worden ist, erfährt er dabei leider nicht.

22
Apr

Jeder will es werden, aber keiner will es sein – alt. Eine Volksweisheit in der sehr viel Wahrheit steckt. Wann ist ein Mensch eigentlich alt? Wenn die Falten immer tiefer werden, die Haare grau sind, die Beweglichkeit zu wünschen übrig lässt oder wenn man anfängt, immer nur von früheren Zeiten zu sprechen? Oder ist man schon alt, wenn man bestimmte Kleidungsstücke wie hautenge Miniröcke oder High Heels nicht mehr tragen kann, ohne sich darin lächerlich zu machen? Nein, es gibt ein anderes untrüglichen Zeichen, dass die „besten“ Jahre vorbei sind, und zwar dann, wenn man im Radio nur noch Sender hören, will die Oldies spielen.

Das klingt vielleicht ein bisschen verrückt, aber es ist eine wissenschaftliche Erkenntnis: Menschen gehören langsam aber sicher zum alten Eisen, wenn sie gerne die Musik hören, auf die sie in ihrer Jugend schon getanzt haben. Wer kaum noch mit den aktuellen Musiktrends der Zeit geht und stattdessen lieber die Beatles, die Rolling Stones oder ABBA hört, der kann davon ausgehen, dass er älter geworden ist.

Sicher gibt es Klassiker, die man immer wieder gerne hört, aber wer nicht weiß, was Hip-Hop oder House ist oder sofort einen anderen Sender im Radio wählt, der ist auf dem Weg zum Greis. Klingt hart, ist aber so. Aber wie heißt es doch so schön? Oldies but Goldies und dies gilt sowohl für die Musik als auch für die Leute, die sie gerne hören.