Archive for April, 2010
18
Apr

Venedig – das ist der etwas marode Charme der langsam verfallenden Dogen-Paläste, der einzigartig schöne Karneval, die Kanäle, die Tauben auf dem Markusplatz und natürlich auch die weltberühmten Gondeln die über den Canale Grande schippern. Was wäre eine Reise in die Lagunenstadt ohne eine Fahrt in einer Gondel und einen Gondoliere, der dazu schmachtend singt. Traditionell sind die Gondeln in Venedig aus Holz, aber das soll sich bald ändern.

Sie werden in kleinen Werften gebaut, die manchmal seit Jahrhunderten im Familienbesitz sind und sie tragen viel zum Bild von Venedig bei – die zum Teil wunderschönen Gondeln aus Holz. Jetzt sollten diese Gondeln nicht mehr aus Holz gebaut, sondern einfach aus Plastik hergestellt werden. Eine Werft aus Apulien hat sich dafür stark gemacht, dass die neue Generation der Gondeln aus schnödem Plastik sein soll. Das wäre umweltfreundlicher, billiger in der Anschaffung und auch in der Wartung und zudem hielten diese Gondeln auch wesentlich länger als die Gondeln aus Holz, die ja irgendwann anfangen zu faulen. Die Werft hat auch schon einen Prototyp gebaut und möchte sie den Stadtvätern und Gondolieres gerne vorstellen, aber die haben schon abgewinkt. Mehr noch, ein Aufschrei der Empörung ging durch die (Wasser) Straßen von Venedig. Viele haben an einen Aprilscherz geglaubt, doch den Bootsbauern aus Apulien ist es ernst. Sie wollen die Holzgondeln durch praktische Gondeln aus Kunststoff ersetzen. Jetzt hat der Bürgermeister von Venedig ein Machtwort gesprochen. Es gibt keine Gondeln aus Plastik auf dem Canale Grande und damit Basta!

16
Apr

Wenn Frauen vor der Entscheidung stehen, ob sie lieber einen schönen Abend und eine aufregende Nacht mit ihrem Partner verbringen oder ein Paar italienische Schuhe kaufen sollen, dann werden sie sich…? natürlich für die Schuhe entscheiden. Es gibt nichts, was für Frauen aufregender ist, als shoppen zu gehen.

Ein Professor einer englischen Universität hat jetzt ausgerechnet, dass fast jede Frau im Jahr rund 214 Kilometer zurücklegt, wenn sie einkaufen geht. Da möchte man glatt meinen, dass Frauen ihren Shoppingbummel in Wanderschuhen oder mit Nordic-Walking Stöcken erledigen. Aber weit gefehlt, fast alle Frauen gehen in unbequemen Schuhen auf die Shopping Piste.

Männer sind nicht so begeistert vom Einkaufen, aber sie sind tapfer und begleiten die Liebste von einem Geschäft ins andere. Meist endet das Ganze mit Frust und nicht selten sogar in einem handfesten Krach. Es gibt vieles was Frauen beim Shopping so gar nicht mögen und Männer, die klug sind, sollten sich besser an die Spielregeln halten. Gewisse Dinge darf man einfach nicht sagen, wenn Frauen im Einkaufsrausch sind. Dazu gehören zum Beispiel Sätze wie: „Die sind beide ganz nett“ oder „DAS sieht genauso aus, wie das was Du schon im Schrank hast“. Das kann unter Umständen böse enden. Ganz daneben ist der Satz: „Kannst Du Dir das überhaupt leisten?“.

Männer die mit Frauen zusammen sind die eine gewisse Shoppingleidenschaft haben, sollten sich zum einen in Geduld üben und zum anderen Nerven, wie Drahtseile haben.

08
Apr

Da haben Menschen Stunde um Stunde in einer eiskalten Nacht in New York gewartet und manche haben sogar auf dem Times Square kampiert, nur um als Erster zu sein eines der nagelneuen Spielzeuge aus dem Hause Apple zu ergattern und dann das: Kaum war das neue iPad von Apple in den Läden, da kauft sich ein 19 Jahre alter Schüler aus Pittsburgh ein iPad für knapp 500,- Dollar oder 370,- Euro, nur um es auf dem Bürgersteig vor dem Laden mit einem Baseballschläger wieder zu zertrümmern.

Ein lauter Aufschrei ging durch die Reihe der Apple Jünger und viele hätten mit Justin Kockott, so heißt der iPad Mörder, gerne das Gleiche gemacht wie er mit seinem Computertablett. Auf die Frage der Los Angeles Times warum er das neue Baby der Apple Familie kaputt gemacht habe, antwortete Justin Kockott: er wollte halt der Erste sein der das macht und außerdem wolle er die ganze Aktion gerne bei YouTube einstellen. So einfach war das also. Justin stellte seinen kleinen Zerstörungsfilm dann auch bei YouTube ein und an einem Wochenende klickten sage und schreibe 300.000 Menschen das Filmchen an. Wer waren diese Leute? Freunde von Justin, die ebenso denken wie er? Neider, denen das nötige Kleingeld für einen iPad fehlt, oder Leute, die beim Ansehen des Clips gedacht haben: Toll, von Apple kommt sowieso nur Schrott, da kann man es auch gleich zertrümmern.

Nach der ersten Euphorie ist bei vielen die Freude am (Pannen) iPad erstmal verflogen. Vielleicht können Sie Justin jetzt verstehen.

08
Apr

Kleine Ursache – große Wirkung, oder wer raucht, bekommt unter Umständen eine Menge Ärger, das könnte sich auch ein Passagier an Bord einer amerikanischen Maschine gedacht haben, als er auf der Bordtoilette eine Zigarette rauchen wollte.

Der Flug 747 von United Airlines war auf dem Weg von Washington nach Denver, als die sogenannten Air Marshals, die Sicherheitsleute im Flugzeug, einen Mann bemerkten der aus der Toilette kam, sich mit der Stewardess stritt und offenbar dummes Zeug redete. Terroranschlag war natürlich der erste Gedanke, zumal der Toilettenbesucher ein Herr aus dem arabischen Raum war. Die Air Marshals schlugen sofort Alarm und der Kapitän informierte umgehend das FBI. Auch Präsident Barack Obama, der in der Air Force One auf dem Weg nach Prag war, wurde benachrichtigt. Daraufhin wurden zwei F-16 Jagdflugzeuge in Marsch gesetzt, um den Flieger mit 157 Passieren und sechs Crewmitgliedern sicher nach Denver zu eskortieren.

In Denver angekommen, wurde der Herr aus der Toilette stundenlang von Beamten des FBI verhört und dabei kam erstaunlich Banales zu Tage. Der Herr war ein Diplomat aus Katar, der auf dem Flug nicht auf seine heiß geliebten Zigaretten verzichten wollte. Also ging er auf die Toilette, um heimlich zu rauchen. Als ihn eine Stewardess dabei erwischte, sagte er fatalerweise, dass er seine Schuhe angezündet hätte, um den Geruch nach Zigarettenqualm zu vertuschen. Das weckte Erinnerungen an einen missglückten Attentatsversuch aus dem Jahr 2001, bei dem sich ein Attentäter mit in den Schuhen verstecktem Sprengstoff an Bord eines Flugzeugs in die Luft jagen wollte.

08
Apr

Etwas aus zweiter Hand zu kaufen ist heutzutage ganz normal. Um Geld zu sparen, ist ein Kauf im Second Hand Shop eine gute Idee. Das dachte sich auch ein Paar aus Australien, als es einen Koffer brauchte. Sie fanden das Passende in einem Laden der Heilsarmee in der Nähe von Melbourne und machten mit ihrem günstig erstandenen Koffer im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Schnäppchen.

Bei einer näheren Untersuchung des Koffers fanden die beiden 100.000,- australische Dollar, umgerechnet ca. 70.000,- Euro. Zur gleichen Zeit bemerkte ein älteres Ehepaar, das sie offensichtlich Geheimnisse voreinander haben. Der Ehemann hatte den besagten Second Hand Koffer jahrzehntelang als Spardose benutzt und in die Seitenfächer die 100.000,- Dollar eingenäht. Seine Frau wusste davon gar nichts und hatte den Koffer einfach der Heilsarmee geschenkt. Jetzt war das Paar in höchster Not, denn das Geld war eigentlich dazu gedacht, einen schönen Lebensabend zu verbringen. Da die Käufer des Überraschungskoffers aber mit Kreditkarte gezahlt hatten, ließ sich die Spur zurück verfolgen. Kleinlaut gaben die Kofferkäufer zu, dass sie das Geld auf verschiedene Konten verteilt und auch schon einen Teil ausgegeben hatten, das Meiste war aber zum Glück noch vorhanden.

Der vermeintlich billig geschossene Koffer der Heilsarmee kommt die beiden Käufer jetzt allerdings teuer zu stehen, denn auf die Unterschlagung von Fundstücken wird man nicht nur in Australien vor Gericht gestellt und mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt!