Es gibt so einige Geschäftmodelle, die man nicht verstehen muss – und dazu zählen sicherlich die aufdringlichen American-Express-Kreditkartenverticker, die immer noch an den Flughäfen zu finden sind. Angeboten werden kostenlose Gold, Platin (oder was für ein Metall ist noch hochwertiger???) Kreditkarten, die angeblich gar nichts kosten. Aber hallo: Wie soll der ganze Tross an vermeindlich gutgekleideten Verkäufern denn finanziert werden, wenn die alles verschenken?
Aus Spaß habe ich ich mich neulich in ein “Beratungsgespräch” (man spricht ja hier nicht von Verkaufsgespräch oder “Ich-Dreh-Dir -ne besch…. – Kreditkarte an) verwickeln lassen, konnte mich dann aber gerade noch rechtzeitig vor Vertragsunterzeichnung an mein Flughafengate retten. Die einzige Ausrede die zählte, war die, dass die am Gate meinen Namen schon aufgerufen haben und die Tür von meinem Flieger schliessen wollen. Echt erstaunlich, dass der Verkäufer mir nicht hinterhergelaufen ist, um noch im Flugzeug den Kreditkartenvertrag unterschreiben zu lassen. Aber wahrscheinlich bekommt er pro Vertrag eine saumäßige hohe Provision, dass er sich den sponaten Malle-Flug mal locker hätte leisten können.
Ok, warum die lange Geschichte: Eine Kreditkarte braucht inzwischen wahrscheinlich jeder, der hin und wieder mal unterwegs ist – und eine goldene Kreditkarte im Geldbeutel ist sicher auch was nettes. Aber wenn man sich für eine Kreditkarte entscheidet, sollte man die Leistungen der verschiedenen Anbieter auf jeden Fall vergleichen und sich nicht am Flughafen von einem Amex-Verkäufer zuschwallen lassen. Eine ganz gute Übersicht über Kreditkartenangebote gibt es z.B. hier.

