Archive for Juli, 2010
15
Jul

Die Natur bringt immer wieder die seltsamsten Lebewesen hervor. Dazu gehört auch eine kleine Maus, die auf den hochtrabenden Namen „Pygmy Jerboa“ hört.

Genau genommen handelt es sich hierbei um eine Maus aus der Familie der Springmäuse, wenn da nicht die Beine wären. „Pygmy Jerboa“ sieht nämlich so aus, als hätten sich eine kleine Maus und ein Kanarienvogel unsterblich ineinander verliebt. Während der Körper ganz der von einer Maus ist, hat „Pygmy Jerboa“ die Beine eines Vogels. Da in der Natur alles seinen Sinn hat, so haben auch die Beine der Maus eine besondere Bestimmung. Der kleine Nager lebt in den Wüsten von Asien und Afrika und hat dort sehr viele natürliche Feinde, wie zum Beispiel Schlangen, auf deren Speiseplan auch immer mal wieder gerne eine Maus steht. Um sich aus der Gefahrenzone zu bringen, kann die Springmaus aus dem Stand einen Satz von zwei Metern machen und ist so für ihre Feinde uneinholbar. Wenn man bedenkt, dass Pygmy Jerboa“ gerade mal 3,2 Gramm leicht ist und nur vier Zentimeter misst, dann sind solche Sprünge eine schier unglaubliche Leistung. Zu Recht könnte man die kleine Maus mit dem etwas eigenwilligen Aussehen, einen Hochleistungssportler unter den Tieren nennen.

Mittlerweile ist die Maus aus der Wüste zu einem richtigen Medienstar geworden, denn im Internet klicken immer mehr Menschen das Video mit „Pygmy Jerboa“ an, um sich selbst davon zu überzeugen, wie niedlich ein kleines Wunder der Evolution aussehen kann.

12
Jul

Ein etwas skurriler Rechtsstreit beschäftigt momentan das Landgericht im österreichischen Klagenfurt. Dort ist ein Kakadu quasi das „Corpus Delicti“ und muss vor einem Richter beweisen, dass er auch wirklich fliegen kann, wie es sich für einen normalen Kakadu gehört.

Die Vorgeschichte. Im Jahr 2007 kaufte ein Mann aus Dänemark bei einem Züchter aus Kärnten den Kakadu „Seppi“. Der Züchter versicherte dem Kunden, dass „Seppi“ bei bester Gesundheit und auch zu Zuchtzwecken geeignet ist. Der Kunde aus dem fernen Dänemark zahlte den stolzen Preis von 12.000,- Euro und musste feststellen, als er wieder zuhause angekommen war, dass „Seppi“ nur sehr eingeschränkt und zudem auch nur schief fliegen kann. Von einem gesunden Vogel konnte also keine Rede mehr sein. Der Däne wollte sein Geld zurück und den Vogel, der angeblich unter Gicht leidet, an den Züchter in Österreich zurückgeben. Dieser war sich keiner Schuld bewusst und so kam die Sache vor Gericht.

Jetzt war Ortstermin und in einer Messehalle sollte „Seppi“ sein Flugvermögen unter Beweis stellen. Zuvor war der Vogel von einem Amtstierarzt sozusagen auf Herz, Nieren und Flugtauglichkeit geprüft worden. Ihm wurde Blut abgenommen und er musste in Anwesenheit des Veterinärs gehen und fliegen. Da das Ganze unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wurde vorher ein Termin für die Presse anberaumt. Dort sollte „Seppi“ vor den anwesenden Pressevertretern schon mal eine Runde drehen. Das fiel allerdings nicht so ganz zur Zufriedenheit des Züchters aus, denn „Seppi“ legte prompt eine elegante Bruchladung hin und knallte beim Landeanflug gegen die Wand.

Das Urteil wird übrigens in drei Monaten gefällt.

08
Jul

Die englische Küche ist Geschmackssache und nicht jeder isst gerne Lammbraten mit Pfefferminzsoße oder Pudding mit Rinderblut, aber deshalb gleich verzweifeln und nur noch Kartoffelchips essen, ist auch nicht der richtige Weg.

Aber genau das macht eine Frau aus Harlow, im Südosten der britischen Insel und isst seit nun mehr zehn Jahren, zu allen Mahlzeiten nichts anderes als Kartoffelchips mit Rindfleischaroma. Debbie Taylor litt in ihrer Jugend an einer Essstörung und diese ist sehr wahrscheinlich auch schuld am seltsamen Essverhalten der 30-jährigen. Während sie für ihren Mann und für ihren Sohn ganz normal kocht, isst sie selbst über den Tag verteilt, entweder zwei große oder vier kleine Tüten Chips. Ein Stück Pizza oder das englische Nationalgericht Fish and Chips, also Pommes Frites, bekommt sie nach eigenen Angaben nicht runter.

Zu Zeiten ihrer Bulimie wog Debbie Taylor nur noch 45 kg. Sie überwand zwar ihre Essstörung, begann aber ihre seltsame Verhaltensweise, was das Thema Essen angeht. So ernährte sie sich zwei Jahre lang nur von Erdnüssen, bevor sie auf Butterbrote umstieg, die sie mit Salz bestreute. Nur während der Schwangerschaft mit ihrem Sohn Luke hatte sie einen ganz normalen Appetit und ernährte sich wie andere Menschen auch. Nach seiner Geburt fiel sie aber sofort wieder in ihr altes Verhaltensmuster zurück und ernährt sich seitdem von Kartoffelchips.

Ihr Mann macht sich berechtige Sorgen, denn durch ihre extrem einseitige Ernährung nimmt Debbie keine Vitamine, kein Kalzium und auch keine lebenswichtigen Proteine zu sich. Debbie fühlt sich allerdings wohl und will keine ärztliche Hilfe annehmen.

03
Jul

Eigentlich ist der Witz mit dem Liebhaber, der sich in einem Kleiderschrank versteckt, wenn der Ehemann früher als erwartet nach Hause kommt, ein ziemlich alter Hut. In Aachen wurde daraus jetzt allerdings ein Einsatz für die Polizei.

Das geplante Schäferstündchen hätte harmonisch enden können, wenn da nicht der eifersüchtige Ex-Mann gewesen wäre. Der hatte, laut Polizeibericht, vor der Tür seiner Ex gestanden, mit den Fäusten gegen diese Tür gehämmert und dabei immer wieder gerufen: „Mach sofort die Tür auf, oder ich mache Dich kalt!“ Das war eindeutig zu viel für den neuen Liebhaber und er flüchtete in den Kleiderschrank. Als der Lärm vor der Haustür nicht aufhören wollte, wählte der geschockte Mann in seiner Not die 110 und bat um sofortige Hilfe.

Die Beamten hielten das Ganze zunächst für den allseits bekannten Witz und wollten schon auflegen, als sie Lärm im Hintergrund hörten. Da offensichtlich doch Gefahr im Verzug war, rückten die Ordnungshüter gleich mit zwei Streifenwagen aus. Als sie in der Wohnung eintrafen, war der eifersüchtige Ex-Mann aber bereits verschwunden. So konnten Sie nur noch den verängstigten Nebenbuhler aus dem Kleiderschrank befreien.

Die Dame, um die es ging, war nach Angaben der Polizeibeamten die Ruhe selbst. Wohin ihr Ex geflüchtet sein könnte, wusste sie angeblich nicht und den Feigling aus dem Schrank beförderte sie kurzerhand auch vor die Tür. Sie brauche jetzt ein bisschen Ruhe, sagte die den Beamten, denn schließlich müsse sie jetzt erstmal den Kleiderschrank gründlich aufräumen.

01
Jul

Eigentlich wollte Alyssa nur von ihrer Heimatstadt Cleveland nach Minneapolis fliegen, doch ihr wurde von den Sicherheitsbehörden der Zutritt zum Flugzeug verweigert. Das Alyssa das Flugzeug nicht betreten durfte; wurde vom Flughafen und auch vom Reiseveranstalter damit begründet, dass sie auf der Liste der gefährlichsten Terroristen der USA stünde. Nach dem 11. September kann man verstehen, dass die USA um ihre innere Sicherheit fürchten, aber bei Alyssa hätte man eine Ausnahme machen können, denn schließlich ist sie erst sechs Jahre alt.

Die Eltern der kleinen Alyssa trauten ihren Ohren nicht, als sie die Begründung hörten, warum ihre Tochter nicht wie geplant, an Bord des Fliegers nach Minneapolis steigen durfte. Es wurde ihnen von Seiten der US-Sicherheitsbehörden und auch von Seiten des Reiseveranstalters allerdings mit Nachdruck gesagt, dass sie gerne fliegen könnten, aber Alyssa auf Grund des Eintrags in der Terrorliste am Boden bleiben müsse.

Alle Apelles der Eltern nutzten nichts und erst nach einer sehr intensiven Untersuchung konnte die Familie endlich abheben. Der Vater setzte sich umgehend mit den zuständigen Behörden in Verbindung, aber ohne Erfolg. Alyssa bleibt bis auf Weiteres auf der Liste. Warum das so ist, konnte den Eltern keiner plausibel erklären. Vermutlich liegt aber eine Verwechslung vor, oder es existiert eine Alyssa mit gleichem Nachnamen, die im Zusammenhang mit Terrorismus schon einmal auffällig geworden ist. Und dazu reicht es in den USA schon, wenn man das falsche Buch aus der Leihbibliothek ausleiht.

Nach Meinung ihre Eltern hat sich Alyssa in ihrem sechsjährigen Leben nichts zu schulde kommen lassen, außer dass sie hin und wieder ihre Schwester ärgert.