Reporter sind dafür bekannt, dass sie gerne hin und wieder mal in das eine oder andere Fettnäpfchen treten. Meist lacht man herzlich darüber und die Sache ist schnell wieder vergessen. Aber es gibt auch etwas tollpatschige Reporter, die treten nicht nur in Fettnäpfchen, sie zerstören ganze Kunstwerke und ziehen sich den (berechtigten) Zorn des Künstlers zu. So geschehen in den USA.
Der alljährliche Eisskulpturen Wettbewerb, ist der Höhepunkt eines kleinen Ortes an der amerikanischen Küste. Jedes Jahr wetteifern die Künstler, wer die schönste Figur aus einem Eisblock schnitzt und einen Preis gewinnt. Auch in diesem Jahr haben die Künstler, die aus allen Teilen der USA angereist waren, ihr Bestes gegeben. Stunde um Stunde haben sie mit Hammer und Meißel den Eisblock bearbeitet und nun sind die kalten Kunstwerke fertig und warten darauf, von einer Jury begutachtet zu werden. Der Reporter einer örtlichen Fernsehstation wollte einem Künstler nur ein paar Fragen zu seinem Werk stellen und trat dabei etwas zu nahe an dessen Eisskulptur heran. Vielleicht hätte der eifrige Reporter nicht eine solch ausladende Armbewegung machen sollen, denn er stieß mit dem Ellenbogen an das Kunstwerk aus Eis, dieses geriet ins Wanken, kippte und zersplitterte in tausend Teile auf dem Asphalt.
Man kann sich die Reaktion des Künstlers vorstellen, die dann folgte. Der Reporter versuchte noch etwas dümmlich in die Kamera zu grinsen und die Fassung zu bewahren, aber der Künstler ließ seinem Zorn freien Lauf. Verständlich, er hatte schließlich acht Stunden an seiner Skulptur gearbeitet und sich wahrscheinlich auch gute Chancen auf den Sieg ausgerechnet.
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