Wenn man in früheren Zeiten einen tätowierten Menschen traf, dann wusste man, aha der kommt aus dem Knast oder ist zur See gefahren. Das sieht man heute etwas anders, denn wer sich bunte Bildchen unter die Haut stechen lässt, der hat ein ganz besonderes Körperbewusstsein. Tattoos kommen langsam aber sicher aus der Schmuddelecke ans Licht und wer was auf sich hält, der lässt sich tätowieren.
Das Wort „Tatao“ kommt aus dem polynesischen und bedeutet schlicht und einfach „sich die Haut färben“. Wenn die Männer aus Tahiti früher in den Krieg zogen, dann wurden ihre Körper tätowiert, um den Feind abzuschrecken. Daran hat sich bis heute nicht sehr viel geändert, denn manche Tätowierungen sind zum Davonlaufen. Man erinnere sich an die Zeit, als sehr viele Frauen mit einem so genannten „Arschgeweih“, also einer Tätowierung knapp oberhalb des Steißbeins durch die Gegend liefen. Heute legen Tattoos Fans wert auf eine edle, geschmackvolle Tätowierung, wie sie zum Beispiel die japanischen Gangster tragen. Die Kunst am Körper darf dabei auch gerne mal ein bisschen teurer sein, wobei gute Tätowierer heute mittlerweile ein Vermögen verdienen und wie berühmte Designer hofiert werden.
Manche machen grobe Fehler, wenn es um ein Tattoo geht. So hat sich der Schauspieler Johnny Depp einst „Winona forever“ in den Arm stechen lassen. Als er dann seine Kollegin Winona Ryder verlassen hat, war guter Rat teuer. Mister Depp hatte allerdings einen guten Tattoo Künstler, denn aus dem „Winona“ wurde „Wino“ und Depp outete sich damit als leidenschaftlicher Weintrinker.

