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Mrz

Wenn man in früheren Zeiten einen tätowierten Menschen traf, dann wusste man, aha der kommt aus dem Knast oder ist zur See gefahren. Das sieht man heute etwas anders, denn wer sich bunte Bildchen unter die Haut stechen lässt, der hat ein ganz besonderes Körperbewusstsein. Tattoos kommen langsam aber sicher aus der Schmuddelecke ans Licht und wer was auf sich hält, der lässt sich tätowieren.

Das Wort „Tatao“ kommt aus dem polynesischen und bedeutet schlicht und einfach „sich die Haut färben“. Wenn die Männer aus Tahiti früher in den Krieg zogen, dann wurden ihre Körper tätowiert, um den Feind abzuschrecken. Daran hat sich bis heute nicht sehr viel geändert, denn manche Tätowierungen sind zum Davonlaufen. Man erinnere sich an die Zeit, als sehr viele Frauen mit einem so genannten „Arschgeweih“, also einer Tätowierung knapp oberhalb des Steißbeins durch die Gegend liefen. Heute legen Tattoos Fans wert auf eine edle, geschmackvolle Tätowierung, wie sie zum Beispiel die japanischen Gangster tragen. Die Kunst am Körper darf dabei auch gerne mal ein bisschen teurer sein, wobei gute Tätowierer heute mittlerweile ein Vermögen verdienen und wie berühmte Designer hofiert werden.

Manche machen grobe Fehler, wenn es um ein Tattoo geht. So hat sich der Schauspieler Johnny Depp einst „Winona forever“ in den Arm stechen lassen. Als er dann seine Kollegin Winona Ryder verlassen hat, war guter Rat teuer. Mister Depp hatte allerdings einen guten Tattoo Künstler, denn aus dem „Winona“ wurde „Wino“ und Depp outete sich damit als leidenschaftlicher Weintrinker.

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Mrz

Wer den Film „The Big Lebowski“ kennt, der kennt auch die Beerdigungsszene in der die Asche des Verstorbenen in einer Kaffeedose aufbewahrt wird. Sterben ist bekanntlich ein teures Vergnügen, aber eine Kaffeedose muss es ja auch nicht gerade sein. Trotzdem, so mancher möchte für seine letzte Reise vielleicht gerne etwas anderes als eine eher langweilige Urne, wie sie jeder Bestattungsunternehmer im Angebot hat. Alle die auf eine gewisse Eleganz Wert legen und ein außergewöhnliches Design auf dem allerletzten Weg zu schätzen wissen, die sollten sich mal die Urnen des Urnendesigners Frédéric Delley ansehen.

Der Schweizer ist 45 Jahre alt und macht sich so seine Gedanken zum Thema Sterben und ewige Ruhe. Und da er nun mal Designer ist, hatte er die grandiose Idee, Urnen zu entwerfen, die nicht der Norm entsprechen. Herausgekommen sind dabei formschöne Behältnisse, die eigentlich viel zu Schade sind, um sie zu vergraben.

Holz und Glas – das sind die bevorzugten Materialien des Frédéric Delley. Seine Urnen folgen geometrischen Formen. Es gibt Achtecke und Würfel, aber auch Kugeln. Das Ganze gibt es zum Beispiel in warmem Nussbaumholz oder auch in filigranem Glas. Besonders gelungen sind seine Urnen, die an Seifenblasen erinnern. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Farben und sie sollen nach Angaben des Künstlers das Leben selbst symbolisieren: Fragil und zerbrechlich und doch bunt schillernd und schön.

Ganz preiswert sind die Urnen allerdings nicht, aber wie heißt es doch so schön: Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Dass man nicht abschreiben darf, lernt man schon in der Schule. Logisch, wie sollen Lehrer Schüler bewerten, die keine eigenen Gedanken zu Papier bringen, sondern einfach die ihrer Nachbarn einfach abkupfern? Millionen von Schülern werden wahrscheinlich weinen, wenn sie lesen, dass man fürs Abschreiben nicht bestraft wird, im Gegenteil, man landet auch noch auf dem zweiten Platz einer Bestsellerliste.

Die diesjährige Leipziger Buchmesse hatte ihren Skandal. Eine erst 17 Jahre alte Autorin stellt sich hin und präsentiert ihr erstes Buch. Die Kritiker sind begeistert und loben die junge Dame in den Himmel. Das Buch wird ein Bestseller, bis plötzlich jemand auftaucht und behauptet die Texte seien von ihm und mit Nichten auf dem Mist der jungen Dame gewachsen. Solche sogenannten Plagiatsvorwürfe gibt es immer mal wieder und nicht immer sind sie gerechtfertigt, in diesem Fall aber stimmen sie. Die junge Autorin hat gleich seitenweise aus den Blogbeiträgen eines anderen Autors abgeschrieben und sich auch noch in einem Film bedient um die Seiten ihres Erstlingswerks zu füllen.

Jetzt stellen sich natürlich einige Fragen. Zum Beispiel die, warum die Autorin abgeschrieben hat? Ist ihr selbst nichts eingefallen oder war sie einfach zu faul sich selbst eine Geschichte auszudenken? Vielleicht war ihr bisheriges 17-Jähriges Leben auch zu langweilig und sie hätte das, was in ihrem Buch beschrieben hat, wirklich gerne selbst erlebt.

Wie dem auch sei, Karl May war schließlich auch nie in den USA und hat doch fesselnd darüber geschrieben. Aber vielleicht wäre seine Karriere auch anders verlaufen, wenn er Google gehabt hätte.

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Was wurden doch Diskussionen geführt über die mageren Models auf den Laufstegen dieser Welt! Keiner außer vielleicht Karl Lagerfeld, wollte die abgemagerten Frauen mehr sehen und bald konnte jeder mit den medizinischen Begriffen Bulimie und Anorexie etwas anfangen. Die Designer dachten um und plötzlich waren auch Frauen mit 1,80 m Körpergröße auf dem Laufsteg und auch in den bekannten Modemagazinen zu sehen, die einfach ein paar Kilos mehr wogen. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dieser Schuss irgendwie nach hinten losgegangen ist, denn so toll sind Frauen mit Pölsterchen anscheinend auch wieder nicht.

Besonders einige Hersteller von kosmetischen Produkten wie Körpermilch und Bodylotion haben es sich auf die Fahnen geschrieben, auch Frauen mit Problemzonen in die Werbung zu bringen. Sie wollten allen Frauen Mut machen und sagen: Seht her, auch wer mehr als 45 kg wiegt, der kann noch attraktiv sein. Leider sehen Frauen das etwas anders. Sie wollen gar keine dicken Frauen in der Werbung sehen, denn füllig sind sie ja schließlich selbst. Besser ist das Bild der schlanken Frau, denn dies stärkt das Selbstbewusstsein mehr als der Anblick einer Leidensgenossin.

Es gibt nur sehr wenige Produkte, die sich verkaufen lassen, wenn die Models etwas dicker sind. Dazu gehören unter anderem Fitnessgeräte und Diätprodukte. Straffende Körpermilch und Unterwäsche in XXL gehören leider nicht dazu.

Frauen kaufen zwar Dessous in Übergrößen, sie wollen aber nicht so genau wissen, wie sie darin aussehen, erst recht nicht auf übergroßen Plakatwänden.

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Mrz

Ikea ist ein fester Bestandteil im Leben vieler Menschen, wenn es um Möbel, Wohnaccessoires und Fleischbällchen mit Marmelade und Pommes Frites geht. Jetzt will der Möbelriese aus Schweden auch die Menschen ansprechen, die noch nie in ihrem Leben einen Schrank zusammen geschraubt haben. Ikea will in Deutschland Fertighäuser verkaufen. Und möglichst viele, wenn es geht. Der Anfang ist bereits gemacht, denn in Hessen und Rheinland-Pfalz können schon die ersten Häuser Marke Bullerbü besichtigt werden.

Alle die den Ikea Möbelhäusern bisher ferngeblieben sind, weil sie einfach Angst vor den mühsamen Heimwerker Tätigkeiten hatten, können beruhigt sein, die Fertighäuser muss keiner mit Hilfe eines mitgelieferten Imbusschlüssels selbst zusammen basteln, denn sie werden schlüsselfertig geliefert. Je nach Größe des Hauses liegen die Preise zwischen 180.000,- und 230.000,- Euro und das mit Garten, aber ohne Keller. Die Badezimmer haben leider kein Fenster, aber dafür gibt es im Obergeschoss drei Schlafzimmer und einen begehbaren Kleiderschrank. Alle Maße des Hauses sind so ausgelegt, dass immer irgendein Teil aus der Ikea Möbelkollektion darin Platz findet. So passt zum Beispiel die beliebte Regalwand „Billi“ perfekt an eine Seite der Trennwand im Wohnzimmer.

Was die Ikea Häuser auszeichnet, ist das gute Energiebewusstsein der Schweden, denn alle Häuser sind besser gedämmt, als es die Vorschrift verlangt. Ein bisschen schlicht sind die Fertighäuser aus dem hohen Norden vielleicht, aber in anderen skandinavischen Ländern und auch in Großbritannien haben die Häuser bereits einen großen Anklang gefunden.
Da auch der Preis stimmt, bleibt abzuwarten, wie sich die Häuser auf dem deutschen Markt verkaufen werden.