27
Aug

So hatte sich ein Mann aus Großbritannien seinen Wochenendausflug mit Freunden nicht vorgestellt. Während seine Freunde schon längst wieder auf der heimatlichen Insel sind, muss er noch ein paar Wochen auf dem Kontinent ausharren. Schuld daran sind nicht etwa eine ansteckenden Krankheit und die strengen Quarantänebestimmungen im Königreich, sondern der bedauernswerte Brite ist schlicht und ergreifend zu dick. Aber der Reihe nach.

Eigentlich wollte sich Derrick Agyeman aus England nur ein schönes Wochenende mit seinen Freunden in Amsterdam machen. Als die Gruppe am Sonntagabend zurück in die Heimat fliegen wollte, kam Derrick nicht durch den britischen Zoll. Die Zollbeamten waren der Meinung, dass der 37-jährige nicht der Mann auf dem Passfoto ist. Seine Lippen und auch seine Ohren hätten keinerlei Ähnlichkeit mit dem Mann auf dem Passbild. Das ist auch kein Wunder, denn das Foto im Pass ist neun Jahre alt und in dieser Zeit hat Derrick stolze 32 Kilogramm an Gewicht zugelegt.

Es half kein Betteln und kein Bitten und auch vernünftigen Argumenten und Erklärungsversuchen gegenüber, waren die britischen Beamten nicht sehr aufgeschlossen. Sie verweigerten Derrick die Einreise. Jetzt sitzt der unglückliche, etwas übergewichtige Brite für drei Monate in Amsterdam, denn erst nach dieser Zeit darf er nach Großbritannien einreisen.

Derrick, dem nach eigenen Angaben nur noch zum heulen ist, hat das britische Außenministerium verklagt, allerdings mit wenig Chancen auf Erfolg, denn die Klage wurde in der ersten Instanz abgewiesen. Jetzt will er noch einmal auf gerichtlichem Weg versuchen, wieder nach Hause zu kommen.

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One Response to “Wer dick ist, muss draußen bleiben”

  • Gerade die Einreise betreffend gibt es ja wirklich immer wieder haarsträubende Geschichten.
    Ich frage mich auch manchmal, ob ich menem Passfoto in 10 Jahren immer noch ähnlich sehe. Nicht, dass ich in der Zeit auch über 30 Kilo zunehmen will, aber es können ja auch noch andere Veränderungen passieren. Wenn allerdings die Gültigkeitsdauer der Pässe verkürzt würde, müsste man auch den Preis für diese sündhaft-teuren Reisepässe irgendwie verringern.

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